Ein Jahr weltweites Handicap-System (WHS) – es kann besser werden

Neuerungen am neuen System.

Starten wir mit der wahrscheinlich wichtigsten Frage: Wo können Sie Ihr aktuelles Handicap einsehen und dessen Berechnung im Zweifel nachvollziehen? Im „Scoring Record“, welches seit Beginn des letzten Jahres das Stammblatt ersetzt. Dort werden Ihre 20 zuletzt gespielten relevanten Runden – oder entsprechend weniger, sofern Sie nicht regelmäßig an handicapwirksamen Turnieren oder Registrierten Privatrunden (RPR) teilnehmen – aufgeführt.

Ihr Scoring Record können Sie jederzeit auf der neuen Internetseite (golf.de) des Deutschen Golf Verbands (DGV) einsehen. Wobei JEDERZEIT erfahrungsgemäß relativ ist, weil funktionierende Server nicht immer selbstverständlich sind. Übrigens: Unter myGOLF steht Ihnen der Service rund um Ihr Handicap nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen ist nun eine Anmeldung beim DGV via Verimi erforderlich. Hierfür können Sie momentan noch Ihren DGV-Ausweis 2021 verwenden.

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Dort finden Sie neben dem „Scoring Record“ auch Ihr „Handicap History Sheet“, in dem sämtliche Ergebnisse enthalten sind. Auch solche, die für die Berechnung Ihres aktuellen Handicaps gar keine Rolle spielen. Mittlerweile besteht die Möglichkeit, beide Listen in einem brauchbaren Format ausdrucken.

Apropos keine Rolle spielen: Vielleicht haben Sie letzte Saison ein atemberaubendes handicaprelevantes Ergebnis geschafft, dieses hat sich in Sachen Handicap allerdings kaum oder überhaupt nicht bemerkbar gemacht. Ihre jüngste Traumrunde steht nun zwar im „Record Sheet“, dafür vermutlich ein anderes ebenso gutes oder gar besseres Ergebnis aber nicht mehr, weil es auf Position 21 abgerutscht ist. Da das Handicap dem Durchschnitt Ihrer besten acht Ergebnisse der zuletzt gespielten 20 Golfrunden entspricht, ist die Verbesserung in diesem besonderen Fall möglicherweise nicht so groß wie erhofft. Bleiben Sie also dran.

In unserem Beitrag über die Berechnung lesen Sie mehr Details »


Wussten Sie außerdem, dass im neuen Handicap-System eine Bremse nach zu vielen unerwünschten Ergebnissen eingebaut ist? Diese Bremse greift, sobald das Handicap um drei Punkte gestiegen ist – ausgehend von Ihrem besten Handicap über eine Zeitspanne von 365 Tagen. Beispielseise von 20,4 (bestes Handicap über ein Jahr) auf 23,4. Jede Erhöhung darüber hinaus würde nur noch zu 50 Prozent gewertet werden. Eine Steigerung von fünf Punkten hätte sogar das zeitweilige Festhalten des Handicaps zur Folge. Im Beispiel also 25,4 – immer ausgehend vom besten Handicap über ein Jahr.

Neben der Bremse gibt es eine Course-Rating-Korrektur, die täglich von den üblichen Umständen abweichende Spielbedingungen anpasst. Dabei können Spieler einen Schlag hinzugerechnet oder bei schwierigen Bedingungen bis zu drei Schläge abgezogen bekommen. Solche Anpassungen sollten idealerweise nur selten vorkommen. 2021 war dies in 0,1 Prozent aller handicaprelevanten Runden der Fall.

Keine Sorge, Sie müssen all das nicht eigenständig kalkulieren. Das erledigen die DGV-Rechner, welche in den letzten Wochen und Monaten immer präziser und weniger fehleranfällig geworden sind.

Die jährliche – mittlerweile vom DGV durchzuführende – Überprüfung aller Handicaps bis 26,4 fiel 2021 aus. Mangels Vergleichsdaten seit der Umstellung des Systems wäre eine Anpassung einzelner Handicaps noch nicht zielführend gewesen. Sind Sie dennoch der Meinung, dass Ihr aktuelles Handicap so weit von Ihrem Spielpotenzial entfernt ist wie 1860 vom zweiten Meistertitel, dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. Bitte begründen Sie Ihre Einschätzung kurz, damit der DGV hierüber entscheiden kann.

Abschließend eine erfreuliche Nachricht: In der bevorstehenden Saison können wir unmittelbar nach Abschluss eines Golfturniers die vorläufigen Handicaps veröffentlichen. Die Berechnung einer möglichen Course-Rating-Korrektur in der folgenden Nacht sollte am endgültigen Handicap nur in den seltensten Fällen etwas ändern. Dann haben Sie wieder unmittelbar Gewissheit, inwieweit sich Ihr Ergebnis in Zahlen ausdrückt.

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